SPD fordert den zweigleisigen Ausbau der S7 Ost mit Tieferlegungen

Annette Ganssmüller-Maluche (3.v.r.) und Tobias Heberlein (2.v.r.)

04. April 2017

Auf Einladung der stellvertretenden Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche und Initiative des Neubiberger Gemeinderates Tobias Heberlein trafen sich jetzt die Vertreter der SPD Ortsvereine entlang der S7 Ost in Ottobrunn zur Absprache des weiteren Vorgehens in Sachen zweigleisiger Ausbau.

Eine S-Bahn-Vision 2050, wie im Positionspapier der Landräte Oberbayerns reicht nicht, betonen die SPD-Vertreter. Jetzt müssen die Planungen konkret werden!

Nach intensiver Diskussion beschlossen die Sozialdemokraten: Die Planung für den zweigleisigen Ausbau der S7 Ost muss konkret werden! Die Deutsche Bahn AG wird aufgefordert, das Planfeststellungsverfahren endlich zu starten!

Freistaat, Stadt München und der Landkreis München sind gefordert, alle politischen Beschlüsse auf den Weg zu bringen und die Finanzierungsfragen zu klären. Bisher liegt nur die Absichtserklärung des Planungsausschusses der Stadt München von Februar 2016 vor: "Die Landeshauptstadt München befürwortet den zweigleisigen Ausbau der S7 Ost und fordert den Freistaat auf, in konkrete Planungen einzutreten. „ Geschehen ist seither nichts“, empört sich die SPD.

Der Landkreis München hat bisher keine entsprechende Beschlüsse gefasst – hier wird die SPD einen entsprechenden Antrag einbringen. Stellvertretende Landrätin Ganssmüller-Maluche fasst die SPD-Position zusammen:

„In diesem verdichteten Raum kommt nur eine Lösung mit Tieferlegungen der Gleise – also Tunnelbauten – infrage! Tunnellösungen sind zwingend zwischen Neubiberg Bahnhof und Ottostraße Riemerling, sowie zwischen Mitterfeld und Esterwagnerstraße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

Uns ist klar, dass es sich hier nicht um einfache Planungen handelt und auch das nötige Brückenbauwerk in Neuperlach Süd schwierig und teuer wird. Freistaat und Bund rühmen sich und profitieren von der Wirtschaftskraft der Region München, tun aber viel zu wenig für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs! Im Grunde kommen alle S-Bahnausbauplanungen 20 Jahre zu spät. Es ist schon 5 nach 12. Deshalb muss jetzt sofort etwas geschehen und Fakten für den Ausbau geschaffen werden.“

Tobias Heberlein, Vorsitzender der SPD Neubiberg: "Mit einer S-Bahn-Unterführung ist es in Neubiberg nicht getan! Der zweigleisige Ausbau der S7 muss jetzt geplant werden, damit es nicht bald zu einem Verkehrskollaps im Münchner Südosten, und damit auch in Neubiberg, kommt!"

Sabine Athen, Vorsitzende der SPD Ottobrunn und Robert Axtner, Ottobrunn: „Ottobrunn hat inzwischen ein gut ausgebautes Busnetz. Durch die Tieferlegung der S-Bahn können wir den kurzen Takt bei den Bussen beibehalten und gleichzeitig den S-Bahn-Takt verkürzen.“

Regina Wenzel, Dritte Bürgermeisterin Hohenbrunn: „Als täglicher Nutzer der S 7, vor allem zu den Stoßzeiten, muss ich feststellen, dass die Kapazitätsgrenzen weit überschritten sind. Es ist schon jetzt nicht mehr gesichert, dass die Menschen ohne Stress und pünktlich zu ihrem Arbeitsplatz kommen.“

Rudolf Wenzel, Vorsitzender der SPD Hohenbrunn: „Der zweigleisige Ausbau der S7 erhöht keinen Siedlungsdruck - den haben wir jetzt schon - er verhindert den drohenden Verkehrskollaps im Südosten Münchens.“

Anouchka Andres, Vorsitzende der SPD Brunnthal: „Um die Nutzung der Busse zu steigern, sollten sie mit jeder S-Bahn verbunden sein, so dass ich nicht überlegen muss, ob der Bus zu dieser oder doch erst zu nächsten S-Bahn fährt. Außerdem ist es für unsere Gemeinde Brunnthal sehr wichtig, möglichst rasch die Busverbindung nach Sauerlach zu bekommen.“

Klaus Träger, SPD Höhenkirchen-Siegertsbrunn: „Muss man mehr sagen - Forderung von zwei Stadtbezirken, des Kreistags, der S-7 Initiative, des AK Ortsentwicklung und Mobilität in Höhenkirchen- Siegertsbrunn und der Landeshauptstadt München: „Ein zweites Gleis für die bislang Eingleisige!“

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